Archiv der Kategorie: Paurs Traum – Das „making of“

Zufälle?

7. März 2016:

In der Bayreuther Zeitung (warum eigentlich dort?) vom 28. April 1787 habe ich einen Nachruf auf Leopolds Schwiegervater, den Herrn Décret, gefunden: Er soll demnach ziemlich geizig gewesen sein. Auf derselben Seite wird aus Hermannstadt gemeldet, dass Herr Valentin Günther, Kabinettssekretär in der Siebenbürgischen k.k. Kriegskanzlei nicht, wie kurz zuvor gemeldet, auf dem Weg nach Wien in den Arrest sei, sondern seinen Aufgaben vor Ort mit Fleiß nachgehe.

Dieser Valentin Günther war einer der im Verlassenschaftsakt namentlich genannten Gläubiger Leopold Paurs!

Neue Ungereimtheiten

6. März 2016:

Recherchen über Leopolds Schwiegereltern: Ludwig Décret war „Niederlagsverwandter“, also Großhändler. Interessant ist, dass er an ein anderen Adresse (Am Lichtensteg Nr. 659) verstarb als seine Frau Katharina (Haar-Hof Nr. 650). Ist sie nach seinem Tod übersiedelt oder gab es zwischenzeitlich eine Änderung der Konskriptionsnummern?

Die Pergen-Akten

29. Februar 2016:

Vormittags Besuch im Staatsarchiv. Die Pergen-Akten [benannt nach dem Polizeiminister, Anm.] sind beim Justizpalastbrand stark in Mitleidenschaft gezogen worden [„Brandakten“]. Die meisten sind auf transparentes Papier aufgebracht worden, viele sind fast unerleserlich. Ein bewegendes Gefühl, diese historischen Dokumente in Händen zu halten. Die Paurischen Prozessakten sind recht erhalten.

Platon und Paur

18. Februar 2016:

Abends am Kapitel über Leopold Paurs Studienjahre weitergearbeitet. In der Szene, die im Hörsaal spielt, hören die angehenden Juristen von Platons Höhlengleichnis. Spannend daran: In dem bewussten Hörsaal befand sich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts der Karzer der Universität.

[Anmerkung: Die erwähnte Textpassage wurde auf Anregung der Lektorin zugunsten des Leseflusses gestrichen.]

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Der Student trifft das Kaiserpaar

16. Februar 2016:

Arbeit am 4. Kapitel über das Leben des Jusstudenten Leopold Paur. Vor dem Einschlafen ist mir eingefallen, dass Leopold sehr wahrscheinlich der Eröffnungsfeier der neuen Universtätsaula (heute Dr.-Ignaz-Seipel-Platz) am 5. April 1756 beigewohnt und dort erstmals Maria Theresia und Franz Stephan leibhaftig gesehen hat. Die Wiener Zeitung hat damals einen ausführlichen Bericht gedruckt.

Leopolds Vater

15. Jänner 2016:

Leopolds Vater, der 1788 im Alter von 74 Jahren in Altenburg 14 verstorben ist, dürfte nach dem Tod von Leopolds Mutter noch einmal geheiratet haben (obwohl im Trauungsbuch keine zweite Eheschließung nachweisbar ist). Jedenfalls ist im Taufbuch am 15. Juli 1759 die Geburt von Maria Magdalena Baur, am 5. Jänner 1762 jene von Franz Joseph Baur vermerkt.

F. Erhart und P. Matic

8. Jänner 2016:

Wer war F. Erhart, D.A.B., der 1784 bei Friedrich August Hartmann in Frankfurt ein 40-seitiges Buch über Leopold Paurs Finanzierungsmodell für seine „Stadt im Traum“ herausgebracht hat?

Heute kam ein Mail von EUG von Ö1: Am 8. März wird in der Serie „Texte“ eine Leseprobe aus dem ersten Kapitel gesendet. Von Peter Matic gibt es noch kein Feedback.

Zwei wichtige Telefonate

7. Jänner 2016:

Nachmittags zwei Telefonate in Sachen Leopold Paur: Dr. Rabl, Historiker aus Horn, berichtet von einer kürzlich erschienen Boografie Paurs, die in dem Sammelband „Waldviertler Biografien“ publiziert wurde. Er wird mir das Buch zuschicken. Frau Dr. Link vom Archiv der Universität Wien sagt zu, in ihrer Datenbank nach Einträgen über den Jusstudenten Paur zu forschen. Kommenden Dienstag habe ich einen Termin bei ihr.