Archiv der Kategorie: Blogpost

Meine Gedanken und Meinungen

Der Student trifft das Kaiserpaar

16. Februar 2016:

Arbeit am 4. Kapitel über das Leben des Jusstudenten Leopold Paur. Vor dem Einschlafen ist mir eingefallen, dass Leopold sehr wahrscheinlich der Eröffnungsfeier der neuen Universtätsaula (heute Dr.-Ignaz-Seipel-Platz) am 5. April 1756 beigewohnt und dort erstmals Maria Theresia und Franz Stephan leibhaftig gesehen hat. Die Wiener Zeitung hat damals einen ausführlichen Bericht gedruckt.

Leopolds Vater

15. Jänner 2016:

Leopolds Vater, der 1788 im Alter von 74 Jahren in Altenburg 14 verstorben ist, dürfte nach dem Tod von Leopolds Mutter noch einmal geheiratet haben (obwohl im Trauungsbuch keine zweite Eheschließung nachweisbar ist). Jedenfalls ist im Taufbuch am 15. Juli 1759 die Geburt von Maria Magdalena Baur, am 5. Jänner 1762 jene von Franz Joseph Baur vermerkt.

F. Erhart und P. Matic

8. Jänner 2016:

Wer war F. Erhart, D.A.B., der 1784 bei Friedrich August Hartmann in Frankfurt ein 40-seitiges Buch über Leopold Paurs Finanzierungsmodell für seine „Stadt im Traum“ herausgebracht hat?

Heute kam ein Mail von EUG von Ö1: Am 8. März wird in der Serie „Texte“ eine Leseprobe aus dem ersten Kapitel gesendet. Von Peter Matic gibt es noch kein Feedback.

Zwei wichtige Telefonate

7. Jänner 2016:

Nachmittags zwei Telefonate in Sachen Leopold Paur: Dr. Rabl, Historiker aus Horn, berichtet von einer kürzlich erschienen Boografie Paurs, die in dem Sammelband „Waldviertler Biografien“ publiziert wurde. Er wird mir das Buch zuschicken. Frau Dr. Link vom Archiv der Universität Wien sagt zu, in ihrer Datenbank nach Einträgen über den Jusstudenten Paur zu forschen. Kommenden Dienstag habe ich einen Termin bei ihr.


Die Rolle der Mutter

1. Jänner 2016:

Am linken oberen Eck des Kupferstiches, auf dem Paurs „Stadt im Traum“ dargestellt ist, findet sich neben dem Medaillon mit seinem Porträt eine Inschrift über seine Mutter, Maria Paur, geborene Eisenhauer, aus Fuglau, die im Alter von 36 Jahren „aufgrund von Vorurteilen und Aberglauben gestorben ist, obwohl sie eine freie und äußert fromme Frau gewesen ist“.  Woran ist sie gestorben und warum wird ihre Ehrenhaftigkeit so sehr betont?

Ungereimtheiten

25. Dezember 2015:

Heute habe ich mit dem Kapitel begonnen, in dem Leopolds Besuch in der Kirche des Himmelpfortklosters beschrieben werden soll. Laut eigenen Angaben hat ihn die Predigt des dortigen Franziskanerpaters an seinen Kindheitstraum erinnert. Ich frage mich allerdings, warum er gerade diese Kirche an gerade diesem Tag, dem 1. Dezember 1773 (ein Mittwoch), aufgesucht hat. Wahrscheinlich muss ich mir da etwas einfallen lassen …

Ignaz Frank, einziger Sohn des Klostertischlers, und Gregor Schober werfen sich schwer atmend und schweißüberströmt neben Leopold unter die Schatten spendenden Buchen, die das südliche Ufer des Doppel-Teiches säumen. [Paurs Traum, S. 21.]