Archiv der Kategorie: Zitate aus Paurs Traum

Ignaz Frank, einziger Sohn des Klostertischlers, und Gregor Schober werfen sich schwer atmend und schweißüberströmt neben Leopold unter die Schatten spendenden Buchen, die das südliche Ufer des Doppel-Teiches säumen. [Paurs Traum, S. 21.]

15. August 1768
Die kleine Kirche war erfüllt gewesen vom Duft der Heilung versprechenden Kräuter, die an diesem Marienfeiertag traditionell geweiht werden. Jetzt tragen viele der Gläubigen die kleinen Sträuße aus Arnika, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Salbei, Wegerich und Wermut nach Hause, um im Falle von Krankheit oder Verletzung daraus Umschläge oder Tees zu bereiten. Nach dem langen Aufenthalt im kühlen Halbdunkel des Kirchenschiffs empfindet Leopold die Wärme der Sommersonne besonders angenehm. Die vereinzelt am Himmel hängenden Schäfchenwolken vervollkommnen die Tiefe der Bläue, so als wären sie Schönheitsflecken im Antlitz des Firmaments …
[Paurs Traum, S. 95]