Archiv des Autors: Andreas Schindl

Aber in gewissem Sinne waren alle diese Veränderungen so außergewöhnlich und so plötzlich eingetreten, daß es nicht leicht fiel, sie als normal und dauerhaft zu betrachten.

Albert Camus, Die Pest, S. 53

Sie empfanden so das tiefe Leid aller Gefangenen und aller Ausgestoßenen […]. Der Gegenwart überdrüssig, der Vergangenheit feind und ohne Zukunft, so glichen wir wahrhaft denen, die die Gerechtigkeit oder der Haß der Menschen hinter Gitterstäbe zwingt.

Albert Camus, Die Pest, S. 49

… alles, die ganze Jahreszeit, lud zum Frohsinn ein. Indessen machte das Fieber in vier Tagen vier überraschende Sprünge …

Albert Camus, Die Pest, S. 43

Meine Lektüre im Februar 2/2

Bei Carla Nord habe ich kürzlich eine Erstausgabe von Sabine Grubers „Stillbach oder Die Sehnsucht“ gefunden …

http://www.sabinegruber.at/img/bks/Stillbach_cover.jpg

http://www.sabinegruber.at/img/bks/Stillbach_cover.jpg

Alles schien von der Trauer infiziert zu sein.

Andererseits wurden Totenscheine zu Passierscheinen in fremde Wohnungsgebiete, damit musste man rechnen.

Wenn ich schreibe, […] bin ich analytisch und klug, im Leben laufe ich vor meinen eigenen Sätzen davon.

Sie war sein Zuhause gewesen, er hatte sich in ihrer Gegenwart nicht ständig neu einrichten müssen.

Schriftsteller haben eine Form gefunden, um das letzte Wort zu behalten.

aus Sabine Gruber, Stillbach oder Die Sehnsucht

Meine Lektüre im Februar 1/2

Jetzt, wo mein aktuelles Buch im Druck ist, habe ich etwas mehr Zeit zum Lesen. Hans Pleschinskis „Wiesenstein“ bekam ich von meiner jüngsten Tochter zu Weihnachten geschenkt …

https://www.chbeck.de/pleschinski-wiesenstein/product/21986031

Im Aprildunst wachte der barocke Turm … nachlässig.

Das Spießertum und das Ausmerzen von Eigentümlichem endeten im Morast, im Massengrab.

Rette sich, wer kann … war wie über die Landschaft geschrieben.

Denn lieben darf man immer.

aus Hans Pleschinski, Wiesenstein