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Meine Gedanken und Meinungen

Meine Lektüre im Februar 1/2

Jetzt, wo mein aktuelles Buch im Druck ist, habe ich etwas mehr Zeit zum Lesen. Hans Pleschinskis „Wiesenstein“ bekam ich von meiner jüngsten Tochter zu Weihnachten geschenkt …

https://www.chbeck.de/pleschinski-wiesenstein/product/21986031

Im Aprildunst wachte der barocke Turm … nachlässig.

Das Spießertum und das Ausmerzen von Eigentümlichem endeten im Morast, im Massengrab.

Rette sich, wer kann … war wie über die Landschaft geschrieben.

Denn lieben darf man immer.

aus Hans Pleschinski, Wiesenstein

Schreiben gegen die Sterblichkeit …

… Ein Thema, das mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt. Christoph Ransmayr hat dazu einen genialen Satz geschrieben:

Denn wer in eine Erzählung aufgenommen wurde, der konnte selbst dann noch jagen, lieben, lachen oder kämpfen, wenn Käfer, Würmer und Aasvögel seine Knochen längst von allem Fleisch befreit hatten oder sein gebleichter Schädel von einem aus dem Dickicht hervorgebrochenen Feind zu Splittern einer Regenrassel zerschlagen worden war.

Feinschliff

In diesen Tagen finden die letzten Korrekturen am Manuskript des neuen Buches „Die Verspätung“ statt. Hier wird ein Halbsatz gestrichen, dort nach der treffendsten Metapher oder nach dem ultimativen Adjektiv gesucht. Diese Phase ist immer spannend. Ich habe dabei das Gefühl, meinem Kind noch schnell etwas Gutes tun zu wollen, bevor es unwiderruflich hinausgeht in die Welt.